Tai Chi Seminar Lago Maggiore

Wu-Stil TaiChi Chuan nach
Ma Jiangbao -
Die Vielfalt des WU-Stils
Mittwoch, 30.09. bis Sonntag, 4. Oktober 2026
in Intra (Italien)
TaiChi Chuan in der Anwendung verstehen
Am Mittwoch, 30.09,2026 war es wieder soweit. Die Reise an den Lago Maggiore war bei schönem Wetter und angenehmen 21 °C erfolgt. Das Motto des diesjährigen Seminars „Die Vielfalt des Wu-Stils“ präsentierte sich durch die verschiedenen Angebote.
Für die Schülerinnern und Schüler stand zur Auswahl:
- Die Basisübungen / Vorübungen
- Die langsame Form
- Lanze
- Tui Shou
- Schnelle Form
Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen stand für mich zum ersten Mal die Lanze auf dem Programm.
Die Tai Chi Lanze ist eine etwa 2 m lange Stangenwaffe, selbstverständlich mit stumpfer Spitze.
Ab dem ersten Tag an haben wir, die Lanzen-“Lehrlinge“ unter der Leitung von Paul Simedrea und Maik Bendix intensiv an der Waffe gearbeitet. Zunächst hat Paul die notwendigen Grundtechniken/vorbereitenden Übungen gezeigt.
Eine kluge Erkenntnisse im Umgang mit der„Distanz“waffe Lanze, nachdem sie mehrmals über den Boden schrubbte oder ich mir die Arme verknoddelte:
Die Lanze kann beliebig gezogen werden bzw. man kann sie durch die Hände gleiten lassen. Der Effekt für lockere Schultern ist dadurch quasi vorprogrammiert.
Die nächste wichtige Erkenntnis, die irgendwie ein unscheinbares Tai Chi-Leben führt, ist der immer währende Grundsatz:
- Hand
- Taille (Schultergürtel)
- Fuß
Es ist nicht etwa so, dass dieser Grundsatz von Schülerinnen und Schülern vergessen ist. Viel mehr ist die Neuartigkeit einer anderen Waffe, einer neuen „Form“ zunächst ablenkend, dass man den Grundsatz vernachlässigt.
Deswegen waren die Hinweise, die ich von Maik, Paul und Ulrich erhalten habe, sehr wertvoll.
Außerdem kommt eine weitere Erkenntnis zum Tragen:
Die Langsamkeit der Bewegung.
Alle Waffenformen werden im Gegensatz zur langsamen Form dynamischer absolviert. Ich persönlich neige dann dazu, zu große Schritte in die Form einzuarbeiten, die nicht notwendig sind. Durch langsames Üben und Wiederholen können sich die Bewegungsabläufe und der Umgang mit der neuen Waffe durch den Körper angenommen werden.
Zumindest ist das meine Erfahrung.
Die Dynamik und Schnelligkeit, welche die Lanze erfordert, kommt dann von allein.
Die Nachmittage der Seminare gestalteten sich nach einem gemeinsamen Essen in der Villa Bianca durch freie Trainings-Einheiten mit meinen Bekannten und Freunden im Tai Chi.
Besonders gefreut hat mich, dass Udo Kästner mit uns nachmittags das Tui Shou in Angriff genommen hat.
Hier gab es wieder einiges zu entdecken und zu vertiefen.
Die Abende haben wir in lustiger und angenehmer Gesellschaft verbracht.
Highlight war der Ausflug am Freitagnachmittag nach Sacro Monte di Ghiffa, einem alten Klosterkomplex, von dem aus man einen einzigartigen Ausblick auf den Lago Maggiore hat. Umgeben von großen Bäumen und altem Kirchengemäuer hat sich ein interessantes freies Training gestaltet.
Untermalt wurde es durch die musikalische Begleitung eines Didgeridoo beim gemeinsamen Formlaufen.
